Erzgebirge
Das Erzgebirge -eine Landschaft im Süden Sachsens- 
 wurde von seiner Besiedlung im 12 Jahrhundert bis zum 
 Ende des 16. Jahrhunderts vom Bergbau geprägt.
 Insbesonder Silber und Zinn führte zum Reichtum
 sächsischer Könige, Fürsten und Kaufleute. Das damit 
 gewonnene Kapital war die Grundlage für die Entstehung 
 vieler Gemeinden und Siedlungen. Die Bergleute führten 
 ein karges Leben. Durch die Erschöpfung der Silber- und
 Zinnadern mußten sich die  Menschen umstellen und nach
 einer neuen Erwerbsquelle suchen. Durch das in den
 Wäldern reichlich vorhandene Holz entstand die 
 Holzverarbeitung. Aus der ursprünglich zur Herstellung
 einfacher Haushaltsgegenstände ( z.B. Schalen, Teller, 
 Löffel ) dienenden Schnitzerei der Bergleute wurden neue
 Berufe. Aus Bergleuten wurden Schnitzer und Drechsler.
 Erzgebirische Schnitzereien wurden über die Leipziger
 Messe weltbekannt. Die jahrhundertealten erzgebirgischen
 Traditionen werden noch heute von vielen Menschen 
 liebevoll gepflegt und erfreuen sich großer Beliebtheit 
 nicht nur zur Weihnachtszeit.